„Hoffnungsträger"

Liebe Freunde der Kreuzgemeinde,

Gott sei Dank sind sie mitten unter uns: Die Hoffnungsträger!

Sie tragen ein großes Licht zu uns. Stellen Sie sich kurz vor, Sie hätten keinen Menschen, der Ihnen ein gutes Wort sagt, der an Ihrer Seite steht, wenn Finsternis und Angst kommen.

Ja, es gibt Menschen, die legen uns ihr persönliches Leid wie einen Teppich vor die Füße. Schnell wird das unserer Seele zu viel. Ein schwer kranker Mensch sagt: „Das wird nichts mehr“. Und seine Seele schreit mir entgegen: „Bitte widersprich mir.“ Das ist eine große Herausforderung für meine Hoffnung.

Was wäre aus manchem Kind, Jugendlichen und Erwachsenen geworden, wenn nicht wenigstens ein Mensch dagewesen ist, der mit seiner Zuwendung, seiner Geduld, seinem Verständnis Licht gebracht hat. Ich denke an unsere Mütter und Väter, unsere Geschwister, Lehrer, Ausbilder und Freunde.

"Danke, Du hast immer an mich geglaubt!", das sagen wir, wenn uns ein Hoffnungsträger bewusst wird.

Ich grüße zum Weihnachtsfest alle Hoffnungsträger. Wenn wir euch nicht hätten, wären wir oft arm dran. Danke, liebe Hoffnungsträger!

Aber Weihnachten ist auch eine angespannte Zeit für Hoffnungsträger. Viele Menschen sehnen sie sich danach, die gemeinsamen Stunden harmonisch zu verleben. Sie sehnen sich mit klopfendem Herzen. Wird das Fest gelingen? Unsere Hoffnungsträger haben alles bereitet, vielleicht manches im Übermut etwas übertrieben. Seht es ihnen einfach nach. Seid gut zu ihnen, sie meinen es gut.

Hoffnungsträger halten das Licht fest und sie halten die Familie, den Lebenskreis und die Freunde zusammen. Wollen Sie auch ein Hoffnungsträger sein? Vielleicht sind Sie es bereits und ein lieber Mensch sagt Ihnen zum Weihnachtsfest dafür DANKE.

Hoffnung kann gut in der Liebe gedeihen, am besten in der Liebe Gottes. Jesus Christus, das Kind von Bethlehem, ist der Hoffnungsträger Gottes und er möchte gern die Quelle aller menschlichen Hoffnungsträger sein. Lassen wir das Kind von Bethlehem hinein in unser Leben, unsere Familien und Häuser. Gott sei Dank sind sie mitten unter uns: Die Hoffnungsträger!

Ihnen, liebe Leser, wünsche ich ein frohes, hoffnungsvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein wahrhaft gutes Neues Jahr.

Ihr Pfarrer Jens Schmiedchen.